Liebe Schwestern und Brüder

03.04.20 09:43
Pfr. Matthias Genster

Liebe Schwestern und Brüder, 

bis jetzt sind wir davon ausgegangen, dass die Krise ein absehbares Ende hat. Doch die Prognosen zu den Einschränkungen und die Kontaktverbote vermitteln eher, dass wir noch lange auf kirchliches Leben, so wie wir es kennen und es zu unserem Leben gehört, verzichten müssen. Seit dem 15. März können wir uns nicht mehr in unseren Kirchen zu Gottesdiensten versammeln, wir haben auch nicht die Möglichkeit die Pfarrheime zu nutzen. Das stimmt uns traurig und Enttäuschung macht sich breit. Denn unter der Prämisse –wir sollen zu Hause bleiben- scheint kaum noch etwas möglich zu sein. So bin ich allen sehr dankbar, die sehr kreativ geistliche Impulse zur Verfügung stellen und all jenen, die diese mit Einsatz auch vor Ort verteilen, dorthin, wo die Erreichbarkeit durch digitale Medien nicht möglich ist und ebenso den viele helfenden Händen, die in diesen Tagen im Dienst am Nächsten unterwegs sind.. Es gibt derzeit viele Deutungsversuche zu dieser Krise. Doch mit welchem Versuch der Deutung wir auch immer herangehen, ob soziologisch, philosophisch oder theologisch, bleibt die Frage nach dem Sinn unbeantwortet. Der Virus bedroht unser Leben, einmal ganz konkret durch Krankheit und Tod und zum anderen schränkt er uns ein in unserer Freiheit, in unserem Alltag, wie wir zurzeit schmerzlich erfahren müssen. Unser Ministerpräsident hat in diesen Tagen davon gesprochen, es geht um Leben und Tod. Damit geht es vielleicht auch um unser Leben und damit verbunden, ist Sorge und Angst. Unser Leben ist etwas Wunderbares, trotz aller Schwierigkeiten und Bedrohungen. Wir müssen es schützen und haben damit eine Verantwortung für uns und unserem Nächsten. 

Zu Palmsonntag und in der Karwoche hören wir, dass einer sein Leben für uns hingegeben hat. Das eine Leben für uns alle? Diese eine Hingabe soll der Versöhnung dienen. Wie weit sind wir versöhnt mit unserem Leben oder mit unserem Nächsten? Sicher stellen sich viele Menschen, ob im Glauben verbunden oder eher distanziert, die Frage, warum muss einer sterben um das Leben zu gewinnen? Was ist der Sinn des Todes am Kreuz von Jesus, dem Sohn Gottes? Alles was göttlich ist, bekommen der Tod und die Vergänglichkeit nicht zu packen. Aus dieser Glaubensüberzeugung heraus, durch das Vertrauen in das Leben, erwächst Stärke. Dann verliert Angst ihre Macht. 

Ich wünsche Ihnen für die kommenden Tage viel Gottvertrauen, das uns aus dem Glauben heraus immer wieder geschenkt wird. 

Wenn wir dann zu Ostern allein oder im kleinen Kreis zu Hause rufen werden - -Christ ist erstanden -, dann hoffentlich versöhnt mit dem, was uns gerade zugemutet wird. 

Ihr Pfarrer Matthias Genster 

Pastoralbüro

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